Jun 24
Naja, eigentlich war dieser Versuch der Beinenthaarung mit Kaltwachsstreifen mein Zweiter. An den allerersten Versuch kann ich mich jedoch so gar nicht mehr erinnern. Alles, was ich noch weiß ist, dass ich danach sehr bunte grün-blaue Beine mit etlichen Hämatomen hatte – irgendwas ist damals schief gelaufen.

Aber frau gibt nicht auf und lässt sich von einem schmerzhaften Fehltritt nicht davon abhalten ein paar Jahre später einen neuen Enthaarungsversuch mit Kaltwachs° zu starten.

Die Teilnahme an einem Tauschpäckchen hat mir die Entscheidung ob ich noch mal wachsen will oder lieber doch nicht, sehr erleichtert. Ich überlegte nämlich schon ein Weilchen, ob ich neue Kaltwachsstreifen kaufen soll, konnte mich jedoch nicht so recht entscheiden. Als mich dann in einem Tauschpäckchen eine Packung Kaltwachsstreifen von Veet anlachte, war die Entscheidung gefallen: Ich tauschte die Veet-Streifen aus dem Päckchen heraus und wagte einen (neuen) ersten Versuch.

Um diesmal alles richtig zu machen und nicht wieder tagelang mit blau-grünen Beinen herumlaufen zu lassen, las ich mir erstmal ganz genau die Gebrauchsanleitung durch. Ich wollte ganz genau wissen: Wie enthaare ich die Beine mit den Kaltwachsstreifen richtig?

Da stand, man solle die Wachsstreifen erstmal in der Hand aufwärmen, indem man sie etwa 20 Sekunden zwischen den Händen reibt. Dann muss der Wachsstreifen auf die zu enthaarende Hautstelle gelegt werden, und noch mal 20 Sekunden lang in Richtung des Haarwuchses glattgestrichen werden. Anschließend sollte mit einer Hand die Haut straff gezogen bzw. gestrafft werden, um dann mit einem Ruck (nahe an der Haut entlang) den Streifen abzuziehen. Bei Bedarf sollte das Ganze wiederholt werden, bis die Beine haarlos sind. Zum Glück wurde darauf hingewiesen, dass die Kaltwachsstreifen bis zu vier mal wiederverwendet werden können – hierzu wird einfach mit den schon gebrauchten Streifen der oben beschriebene Vorgang wiederholt – denn sonst wäre ich mit den Streifen bei weitem nicht hingekommen.

Na gut, informiert und theoretisch gewappnet war ich nun also. Soweit klappte auch alles ganz gut: Das Aufwärmen, anbringen und abziehen war nicht weiter schwierig. Überrascht stellte ich fest, dass die Beinenthaarung mit den Wachsstreifen bei weitem weniger schmerzhaft ist als die Anwendung von Epiliergeräten – die mag ich nämlich so gar nicht, weil ich nun mal nicht wirklich auf Schmerzen stehe und mich daher mit herkömmlichen Epilierern schwer tue.


Leider dauerte es ziemlich lange, die Beine mit den Kaltwachsstreifen ansatzweise haarlos zu bekommen. Und je öfter ich die gebrauchten Streifen erneut anwandte, umso klebriger wurde die ganze Angelegenheit. Nach etwa einer dreiviertel Stunde hatte ich dann genug und absolut keine Lust mehr. Bis dahin hatte ich es immerhin geschafft, etwa zwei Drittel meines linken Unterschenkels von den ungeliebten Haaren zu befreien – das dies so lange dauern würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Dabei hatte ich doch extra am Morgen noch auf das Eincremen verzichtet, damit die Creme nicht das Entwachsen erschwert. Auch hatte ich die Haare weder zu lang noch zu kurz wachsen lassen, sondern so, dass sie mit 0,2 bis 0,5 Millimetern eigentlich von den Wachsstreifen ganz gut hätten gepackt werden müssen.

Das Ende vom Lied: Ein Teil meines Unterschenkels ist nun dank Kaltwachs° haarfrei und der Rest wird weiter ständig rasiert. Also nicht das Ergebnis, von dem ich geträumt habe.
Dazu kommt: Mein Schatz meinte ganz mitleidvoll „Das brauchst du aber nicht noch mal zu machen.“ – wie nach dem Epilieren waren meine Beine nämlich direkt nach der Kaltwachsanwendung erstmal ziemlich rot, jedes herausgerissene Härchen hatte einen kleinen roten Punkt hinterlassen.

Wieso ich mir „das angetan habe“ konnte Schatz nicht verstehen – und kommentierte vorsorglich, dass ich mir seinetwegen diese Mühe nicht machen brauche. Danke, aber es ging ja hauptsächlich darum, dass mich die dauernden Stoppel stören und das endlose rasieren.


Mal schauen, da Kaltwachsstreifen offensichlich nichts für mich sind, probiere ich demnächst vielleicht mal Warmwachs oder Sugaring oder ich nutze den den Rabattgutschein aus dem Gutscheinbuch und lasse meine Beine mal von jemandem enthaaren, der das wirklich kann :-)



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Geschrieben von Bonny

13 Kommentare

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  1. Crazy Girl meint:

    Für mich ist da auch absolut überhaupt nix ;-) Ich hatte ein paar Mal vor einigen Jahren solche Behandlungen bei der Kosmetikerin, aber das wurde mir auf Dauer zu teuer. So dann doch lieber der gute alte Rasierer :-)

  2. Bonny meint:

    Für das was eine Kosmetikerin an der Enthaarung verdient könnte man sich wirklich dauernd neue Marken-Rasierer kaufen...
    Ich bin halt nur wenig begeistert davon, dass es nach den Rasieren immer so schnell wieder stoppelt, von daher werd ich früher oder später mal schauen, ob Halwa oder Sugaring eher etwas für mich ist.

    Bis dahin muss bei mir auch weiter der Rasierer ran :-)

  3. Crazy Girl meint:

    Klar ist das nervig mit den Stoppeln, vor allem wenn man dunkelhaarig ist wie ich, da sieht es gleich jeder nach wenigen Tagen, wenn die Häarchen noch so kurz sind, dass die kein Rasierer der Welt greift :-(

  4. Bonny meint:

    Ups, das ist natürlich blöde. Da habe ich ja Glück, dass meine Härchen nicht ganz so dunkel sind.

    Ich glaube, bei ganz dunklen Haaren und dem passenden Budget würde ich anfangen, über eine dauerhafte Haarentfernung nachzudenken. Inzwischen soll es ja Methoden geben, die da recht erfolgreich sind.

  5. Crazy Girl meint:

    Nachgedacht habe ich darüber auch schon mal, war mir dann aber doch etwas zu teuer. Vor allem da mir - wenn schon denn schon - die Beinchen alleine nicht reichen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an den "haarigen Affenlook" *kicher*. Trotzdem möchte ich z.B. nicht mit Büschen unter den Armen oder Beinen durch die Gegend rennen...

  6. Bonny meint:

    Was ist denn mit diesen Enthaarungshandschuhen, hast du die schon mal ausprobiert? Vielleicht wären die ja was für dich...

  7. Crazy Girl meint:

    Ich bin mit meinem Rasierer super zufrieden. Hält halt nur nicht so lange wie mit anderen Methoden ;-)

  8. Bonny meint:

    Na, vielleicht brauche ich ja auch "nur" den richtigen Rasierer :-)

    Das ein oder andere werde ich allerdings noch ausprobieren, v.a. den Enthaarungshandschuh finde ich ganz interessant. Mal schauen - früher oder später kommt da bestimmt auch noch ein Artikel zu.

  9. Crazy Girl meint:

    Frag nicht, wie viele Rasierer und sonstige Geräte ich schon hinter mir habe *kicher*. Der beste ist und bleibt ein kleines günstiges Gerät, das ich Anno Zwieback (vor ca. 20 Jahren) gekauft hatte. Weil es mit ihm keiner aufnehmen kann, habe ich glatt schon den Scherkopf mehrfach ausgewechselt und letztens bei ebay sogar einen "neuen" (uralten) entdeckt und gekauft.
    Die anderen "legen die Haare um" und rasieren sie nur äußerst schwer ab, was vor allem in der Bikinizone extrem nervig und auch "aua" wird mit der Zeit, wenn Du 30mal drüber rasieren musst, bis mal an der Stelle auch wirklich keine längeren Haare mehr stehen.

  10. Bonny meint:

    :-) Wahnsinn, da gibt es jedes Jahr etliche "Neu-Erfindungen" und dein Favorit ist aus dem letzten Jahrhundert ... schade, warum gibt es den denn nun nicht mehr? Anscheindend scheinen die dauernd neuen Erfindungen ja gar nicht so gut zu sein. Bislang hatte ich an jedem Rasierer etwas auszusetzen: Rasiert schlecht, schneidet mich dauernd, ist unhandlich, löst Hautirritationen aus... irgendwas war immer...

  11. Crazy Girl meint:

    ... und manche legen einfach nur die Haare um, anstatt sie abzuschneiden... ich frag mich manchmal, was für eine Haarstruktur die Frau von Heute hat, für die solche Rasierer konzipiert wurden?
    Übrigens das Gleiche bei diesen Nassrasierern, da hatte ich auch schon etliche, wo noch dar Rasur die Haar noch genauso dastanden wie vor der Rasur... :-(

  12. Pia meint:

    Ich habe ähnliche Erfahrungen bei der Enthaarung mit Kaltwachs gemacht. Auf das ewige rasieren im Sommer, fast täglich, hatte ich auch keine Lust mehr. Irgendwann habe ich mich dann für eine dauerhafte Haarentfernung mittels der IPL-Lichttechnik entschieden. Das ist zwar nicht ganz günstig, aber da ich BWL studiere habe ich mir das ganze mal langfristig ausgerechnet. Wenn man alle Kosten für den Besuch bei einer Kosmetikerin für das Wachsen oder den Kauf von Rasierklingen (echt teuer) für die nächsten 50 Jahre ausrechnet, sind diese deutlich höher als die für die ca. 6 Behandlungen die man für die dauerhafte Haarentfernung hat. Mir wurde außerdem eine Zinslose Ratenzahlung angeboten, wodurch ich das Geld auch nicht auf einmal auftreiben musste.

  13. Tinchen meint:

    Schön, dass es mir nicht nur alleine so geht. Ich hab dunkelbraune Haare und habe auch das Kaltwachs getestet. Leider sind davon auch nur sehr wenige Haare richtig abgegangen und die Stelle war hinterher rot und blau. Nehm ich auf keinen Fall mehr !
    Ich kehre auch zu meinem Rasierer zurück. Kosmetikerin kann ich mir auf die Dauer nicht leisten.

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