Was ist Sugaring?
Sugaring ist eine Enthaarungs-Methode, bei der die Körperhaare mit Hilfe einer Zuckerpaste entfernt werden. Vom Prinzip her funktioniert dies genauso wie die Haarentfernung mit Warm- oder Kaltwachs. Der Unterschied ist lediglich, dass für das Sugaring keine Stoffstreifen gebraucht werden, sondern dass die Zuckerpaste solo benutzt wird.
Wie kann man Sugaring selber machen?
In den gängigen Foren schwirren inzwischen etliche Sugaring
Hier das Rezept aus meinem Sugaring-Selbstversuch:
8 Esslöffel Zucker
1 Esslöffel Wasser
1 Esslöffel Zitronensaft („Plastikzitrone“)
Das Ganze wird in einem Topf langsam erhitzt, bis die Zuckermischung eine goldgelbe Farbe bekommt. Danach kann man es vom Herd nehmen, warten bis es ein wenig abgekühlt ist und sich dann an das Sugaring machen.
ACHTUNG: Ihr müsst auf jeden Fall lange genug warten! Wer zu ungeduldig ist und sich das heiße Sugaring auf den Körper gibt, riskiert ernsthafte Verbrennungen!
Wie funktioniert Sugaring?
Eigentlich nimmt man bloß den „Zuckerklumpen“ in die Hand und massiert ihn ein wenig auf die zu enthaarende Stelle. Ich habe mich für die Beine entschieden, da mir dies für den Anfang am einfachsten erschien. Die Sugaring-Paste fühlt sich ein wenig an wie Wachs und lässt sich durch kneten immer wieder soweit erwärmen, dass sie die Haare packt. Nachdem die Paste nämlich auf das Bein gestrichen bzw. einmassiert wurde, wird sie mit einem Ruck abgezogen und zieht dabei die Haare mit heraus. Dadurch, dass die Haare wie bei der Kalt- und Warmwachsanwendung mit der Wurzel entfernt werden, bleiben die Körperstellen schön lange glatt.
Genau wie beim Wachsen sollte folgendes beachtet werden:
- Die Körperstelle muss trocken sein und sollte wenigstens einen Tag lang keine Creme gesehen haben!
- Die Härchen müssen eine gewisse Länge haben, damit das Sugaring sie überhaupt greifen kann!
- Und: Beim Abziehen sollte die Haut straff gezogen werden. Ich hab das am Anfang wieder vergessen und bin mit blau-rot-grünen Flecken bestraft worden.
Hier könnt ihr euch kurz in einem Video ansehen, wie die Prozedur aussehen soll:
Hat der Selbstversuch geklappt?
Ja – und nein. Zunächst habe ich das Sugaring ein wenig zu früh vom Herd genommen. In der Hoffnung, dass es beim Auskühlen vielleicht die richtige Konsistenz bekommt, hatte ich schon mal eine kleine Menge auf das Bein gegeben. Es härtete allerdings nicht aus und ich stand plötzlich vor dem Problem, wie ich das Zeug wieder abbekomme – mal eben abduschen war nämlich nicht, weil es dafür viel zu klebrig war.
In der Not habe ich den Rest erstmal wieder auf den Herd gestellt und weiter köcheln lassen, bis zur honigfarbenen Färbung. Da das Abwaschen nicht funktionierte, ich aber noch Paste auf dem Bein hatte, versuchte ich, diese mit Stoffstreifen abzuziehen. Das klappte erstaunlich gut: Ich drückte einfach einen Stoffstreifen auf die Masse, massierte sie fest und zog sie dann ab – so lässt sich also im Notfall auch Warmwachs selbst herstellen
Nachdem mein Sugaring endlich die richtige Färbung hatte, habe ich einen weiteren Versuch gewagt. Diesmal war die Konsistenz okay: Die Zuckerpaste fühlte sich an wie klebrige Knete. Nach dem Aufdrücken auf die Körperpartien wurde es einfach abgezogen und es blieben tatsächlich einige Haare daran hängen. Grundsätzlich funktioniert Sugaring also auch im Hausgebrauch!
Mir dauerte es nur wieder viel zu lange… für das Rezept raussuchen, Sugaring kochen und anwenden habe ich insgesamt knapp über zwei Stunden geopfert… am Ende waren etwa die Hälfte meiner Schienbeine haarlos. Entweder mache ich etwas falsch oder ich bin zu langsam oder es dauert halt generell so lange.
Fazit:
Mit Geduld und Zeit klappt Sugaring
Nachtrag:
Während des Selbsttestes kam mein Freund immer mal wieder aus dem Arbeitszimmer und guckte misstrauisch, was ich denn da wieder anstelle. Als er letztendlich sah, dass ich mir den ein oder anderen blauen Fleck geholt hatte, schüttelte er nur den Kopf und kommentierte „So was macht man auch nicht mit Zuckerguss!“ Ja, da kann doch der „Zuckerguss“ nichts für, wenn ich das Straffziehen vergesse…



13.08.2009 08:13:33
"Schmirgelpapier" für die Beine
Nachdem ich dieses Jahr bereits die Beinenthaarung mit Kaltwachs und selbst gekochtem Sugaring ausprobiert habe, musste wieder etwas Neues zum Testen her. Dieses Mal habe ich die Enthaarungshandschuhe von Silkymit ausprobiert, ein Enthaarungsprodukt
11.01.2010 09:53:17
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