Jun
17
Nachdem es am Ende doch schwerer wurde als erwartet, habe ich es endlich geschafft und den historischen Roman „Die Puppenspieler“ von Tanja Kinkel zu Ende gelesen. Oftmals packt mich einwenig Wehmut, wenn ich einen fast 700 Seiten starken Wälzer fertig habe und mich von den Protagonisten verabschieden muss – hier war das nicht der Fall. Das ist schade, denn eigentlich haben „Die Puppenspieler“ ganz gut angefangen… Die Hauptgeschichte, welche den Hintergrund des Renaissance-Romans liefert ist folgende: Der junge Richard verliert durch eine Hexenverbrennung seine Mutter und wird damit zur Vollwaise. Glücklicher Weise nimmt ihn seine Tante Sybille Fugger (trotz einiger Missbilligungen der übrigen Familienmitglieder) in die bekannte Unternehmerfamilie auf und ermöglicht es ihm, ein neues Leben anzufangen.
Richard fällt es jedoch anfangs sehr schwer, sich in das Familienunternehmen einzuordnen. Sein Hauptinteresse ist es, weitere Hexenverbrennungen zu verhindern und die Welt darüber aufzuklären, wie unfair und falsch Hexenjagden sind … und sie darüber aufzuklären, dass es eigentlich keine Hexen gibt. Durch seine Tätigkeit für die Fugger (bzw. den Unternehmer Jacob Fugger, den Puppenspieler) gelingt es ihm, in Italien zu studieren und sich mit einem Priester anzufreunden, der ihn bei seinem weiteren Weg durch die Städte der Renaissance, diverse Bekanntschaften und seine Liebe zu einer Zigeunerin begleitet.
Fazit: Auf den letzten 200 bis 300 Seiten wurde es schwierig. Ich fragte mich immer wieder mal: Welcher Medici war nun noch mal wer genau? Welche Familie / welcher Kardinal hat sich noch mal mit wem verbandelt, obwohl er ihn gar nicht leiden kann? Und wie waren noch mal genau all die politischen Verstrickungen? Das lies das Lesen weniger entspannend sein als ich mir gewünscht hätte.
An sich ist Tanja Kinkels Roman „Die Puppenspieler“ durchaus lesenswert. Zu empfehlen ist allerdings, den Roman in großen Abschnitten zu lesen – hier mal ein paar Seiten und dann mal wieder ein paar Abschnitte funktioniert nicht so gut und schmälert das Lesevergnügen, welches man sonst durchaus hätte haben können.
Linktipp für diejenigen unter euch, die eher Sachbücher lesen:
Buchtipp von Crazy Girl: Das Gesetz der Resonanz – ein wirklich empfehlenswertes Buch



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