
Im Set enthalten sind 30 Airoller und ein Kamm, alles ist in einem praktischen Täschchen verpackt.
Laut Verpackungshinweis handelt es sich bei den Airollern um „Patentierte Softwickler aus nachgiebigem, rückstellendem Schaumstoffmaterial“ – die Wickler sollen wegen der Weichheit auch zum Einsatz über Nacht geeignet sein (weil sie eben wenig bis gar nicht drücken) und können sowohl im trocknen als auch im feuchten Haar eingedreht werden.
Das Ergebnis ist (wieder laut Verpackungsaufschrift) ein Frisurenstyling mit „springende[n] Locken, für die Abendfrisur“.
Ich hatte die Airoller im recht trockenen Haar ausprobiert. Nach dem Waschen wurden die langen Haare nur kurz angeföhnt, bis sie relativ trocken waren.
Da mir nicht danach war, die Locken später vom Haaransatz an im Haar zu haben (das wäre mir einfach zu „explosiv“ geworden), band ich die Haare erstmal zu einem Pferdeschwanz zusammen. Über ein kleines Zopfgummi kam, der Haltbarkeit wegen, noch ein altes größeres Haargummi.
Anschließend wurde in den Pferdeschwanz ein bisschen Lockenmousse eingearbeitet (ich habe momentan den Wellaflex Locken & Wellen Schaumfestiger in Gebrauch). Da die Menge aber gefühlt zu sparsam dosiert war, kam anschließend in jede abgeteilte Strähne noch mal ein bisschen Lockenschaum, bevor die Haare auf die Airoller gewickelt wurden.
Dies ging ganz einfach: Haarpartie abteilen, Lockenmousse einarbeiten, einen dieser Airoller nehmen und die Haare aufdrehen, dann einfach das Ende des Airollers durch die „Blüte“ am oberen Ende ziehen und fertig.
Dabei sollte man allerdings immer mal wieder nachfassen – um die Airoller in einem durch durch das Loch zu ziehen, scheinen sie mir nicht reißfest genug. Einem Airoller habe ich versehentlich ein Stückchen Ende abgerissen… Wenn man immer mal wieder nachfasst, lässt sich das Ende des Airollers aber sehr gut durch das Loch in der Blume ziehen.
Das Ganze hat erstaunlich gut gehalten: Während der etwa vierstündigen Tragezeit dieser Airoller im Haar musste nichts nachkorrigiert werden – die Dinger haben super gehalten.
Zwischendurch lief ich also erstmal so rum:

Ein bisschen strubbelig und überrascht, wie schwierig es sein kann, seinen eigenen Hinterkopf zu fotografieren (hoffentlich hat da gerade kein Nachbar auf unseren Balkon geschielt).
Nach etwa vier Stunden kamen die Airoller dann wieder aus dem Haar. Auch hier war ich positiv überrascht: Die Wickler ließen sich sehr einfach aus dem Haar nehmen, da ziepte und zog nichts (da habe ich mit anderen Wicklern schon ganz andere Erfahrungen gemacht).
Absolut undone und erstmal nur die Lockenwickler aus dem Haar genommen, sah das Ergebnis dann so aus:

…fast schon Korkenzieherlocken…
Jetzt musste der Pferdeschwanz wieder raus. Das große Haargummi ließ sich leicht rausnehmen, das kleine Zopfgummi saß aber merkwürdiger Weise zu fest – um die Locken nicht gleich wieder kaputt zu machen, hatte ich es kurzerhand rausgeschnitten (okay, das war suboptimal für das Zopfgummi, jedoch gesünder für die Locken)
Mal eben kurz aufgeschüttelt und ansonsten nicht weiter „bearbeitet“, sah meine neue Lockenpracht dann so aus:

Ein „Frisur-fertig-Foto“ muss ich euch leider schuldig bleiben… da wir es etwas eilig hatten, habe ich nur schnell die obere Haarpartie mit einem kleinen Haarkrebs zusammengenommen und einen schlichten Haarreif ins Haar geschoben. Der etwa kinnlange Pony blieb von Locken verschont und wurde nur schnell mit dem Glätteisen bearbeitet.
Insgesamt bin ich recht überrascht gewesen: Die Anwendung der Airoller fand ich denkbar einfach, zu zeitaufwendig war es auch nicht und vor allem: Es ziepte, zupfte und riss echt nichts an den Haaren. Ich glaube, dieses Lockenwerkzeug ist das „haarschonenste“ seiner Art, das mir bislang über den Weg gelaufen ist.
Bei anderen Wicklern hatte ich immer wieder mal das Problem, dass die Klammern zum Halten der Wickler irgendwo drückten oder dass die Haare sich nicht ausrollen ließen, ohne irgendwo mal „festzustecken“. Selbst bei einem Kurzschlaf auf der Couch haben die Airoller nicht gestört.
Nach vier, fünf Stunden hatten die Locken sich zwar schon etwas „ausgehangen“, aber sie waren noch immer deutlich erkennbar. Dafür können allerdings die Wicklerinstrumente nichts, das liegt einfach an dem recht langem und schwerem Haar….
Fazit: Falls euch diese Art von Locken gefällt, würde ich hier eine absolute Kaufempfehlung aussprechen – nach meinem ersten Test der Airoller bin ich sehr angetan von den Dingern (man sollte nur nicht zu fest daran rumziehen).
Ach so…jetzt wollt ihr wissen, wie die die Haare normalerweise aussehen? Im Dutt-Video-Tutorial sieht man das sehr gut (auch wenn inzwischen in Sache Länge etwas dazugekommen ist, so hat sich im Großen und Ganzen doch nichts Bemerkenswertes geändert).




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