Okt 28
Es gibt Zeiten im Leben, da geht alles so rasend schnell. Ein Termin folgt dem nächsten, eine Idee nach der anderen sprudelt aus einem heraus, der Kopf ist voller Pläne und der Alttag schwirrt an einem vorbei als wäre ein kompletter Tag nicht mehr als eine Sekunde…

In solchen Zeiten (die ja durchaus positiv sein können, aber halt so unheimlich schnelllebig sind) weiß ich manchmal gar nichts mehr…. Nicht, dass es wichtig wäre, aber viele Fragen könnte ich gar nicht mehr beantworten. Zum Beispiel: Was hattest du eigentlich gestern an? Was hast du vorgestern gemacht? Worüber hast du dich eigentlich in dieser Woche gefreut? Ist es wirklich gerade so stressig oder kommt es dir nur so vor, weil du schon längst wieder vergessen hast, wann und wie du dich ausgeruht, dir etwas gegönnt hast?

Meine Lösung für dieses Schnelllebigkeits-Problemchen: Eine Art Freudentagebuch!

Irgendwo hatte ich dies mal gelesen und meistens halte ich mich auch daran. Woran? Na, daran, möglichst jeden Tag ein bis zwei Stichpunkte zu notieren über die Dinge, die mich am Tag gefreut haben. Ungefähr so sieht das aus:

Kalender-Eintrag Glückstagebuch


Der Vorteil: Auch wenn die Zeit vorbeifliegt wie nichts, in Momenten der Ruhe kann man dann zurückblättern und sich an den kleinen Tagesfreuden noch mal freuen.


Was da zum Beispiel steht? Kleinigkeiten…

„Schöne Lesestunde auf dem Balkon verbracht“
„Spontan mit x auf dem Flohmarkt gewesen“
„Wunderschönes Herbstwetter draußen“
„Habe mir meinen ersten Kosmetik-Adventskalender bestellt“
„Fensterbank im Wohnzimmer aufgehübscht“

…und damit die kleinen Freuden-Erinnerungen wirklich aus dem Kalender-Alltag hervorstechen, bekommt jede Notiz einen kleinen Aufkleber daneben geklebt… :-D

Ich nenne das mal: Positiv-Tagebuch für Leute, die aus dem Tagebuchschreiben-Alter schon raus sind oder schlichtweg keine Zeit mehr dafür haben.

… und manchmal, wenn es eben nicht so dolle läuft, hilft es durchaus mal zu schauen, welche Kleinigkeiten denn schon oft gereicht haben, um wieder zu lächeln…


Habt ihr von diesem Freuden-Tagebuch auch schon gehört? Macht das jemand von euch oder könnte sich einen Versuch vorstellen?


Geschrieben von Bonny

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7 Kommentare

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  1. Anonym meint:

    also ich schreibe sowas auch in meinen kalender.. auch vorzugsweise schreibe ich dinge rein auf die ich mich besonders freue... zum beispiel.. am samstag "schwimmbad und sauna tag mit meinem schatz" oder "Disco abend mit den Mädels!"
    und wenn ich mega im stress bin und termine gucke und was die nächsten tage ansteht dann hab ich trotzdem was zur vorfreude ... wenn ich eine konzertkarte habe trage ich schon monate vorher in die jahresübersicht sowas ein... denn da freut man sich einfach wahnsinnig drauf...
    dementsprechend steht es dann ja immernoch drin wenn ich zurück blätter und wenn ich dann lese: schwimmbad und sauna :-) dann denk ich dran zurück und denke.. wie entspannend der tag doch war.. also sowas ähnliches wie du da machst...
    eigentlich sollte das kein roman werden ^^

  2. Enny meint:

    bei mir passt sowas gar nicht mehr rein in den Kalender - der ist schon voller Patientennamen und was die gemacht haben (sowas wie Durchfall gehabt, wollte sich nicht waschen lassen, Blutdruck sehr hoch...). Aber da ich sowas meistens in Eile im Auto notiere, kann ich später zumindest über die Formulierungen lachen... ;-)

  3. Nagellackjunkie meint:

    Die Idee finde ich toll :-).

    Meinen Kalender gestalte ich auch immer ziemlich liebevoll. Daher ist es auch eher ein Mix aus Tagebuch und Kalender. Ich mag das sehr :-). Vor allem, im Rückblick ist das teilweise schon ein kleines Kunstwerk :-).

  4. Miki meint:

    Ich schreibe alles in den Kalender, zwar auch ärgerliche Sachen, aber auch ganz simpel "mit Mutti bummeln", "mit demundem dortunddort"... man vergisst so schnell und manchmal finde ich spannend zu gucken, was hast du vor einem Jahr gemacht, vor 2 Jahren usw. Bloggen hilft da aber auch, wenn man alltägliches schreibt ;-) (und wenn ein Mann "neu" ist ;-) schreibe ich mir sogar auf, was ich an hatte....) Smilieder'nenVogelzeigt

  5. Bonny meint:

    @Anonym: Hört sich auch schön an!

    Früher habe ich etwas ähnliches gemacht, indem ich die verschiedenen Termine / To-Do-Punkte (meistens rechts in der abgetrennten Spalte) farblich markiert habe. Pflichttermine hatten dann eine andre Farbe als ich-freu-mich-drauf-Sachen - so konnten die positiven / Spaß machenden Dinge immer ganz schnell ausgemacht werden :-)

    @Enny: Na, wenn die Eintragungen dich zum Lachen bringen, ist das auch schon mindestens die halbe Miete :-D

    @Nagellackjunkie: ...schade, dass man in Kalender / Tagebücher nie reinsehen darf/ kann... würde schon gerne mal sehen, wie ihr eure Bücher so gestaltet. ;-)

    @Miki: Also: Kleidung habe ich noch nie notiert... gerade im Rückblick nach ein paar Jahren ist das aber bestimmt super-interessant!

  6. Tanja meint:

    Bonny, das ist echt eine super geniale Idee, die muss ich mir bei Dir "ausleihen". Gefällt mir echt super gut. Wir konzentrieren ist meist eh nur auf die Vermeidung des Negativen oder auf das über das Negative lamentieren, so dass wir die Ausrichtung auf die schönen Dinge, die uns doch so viel geben könnten, oft einfach vergessen, oder keine Zeit mehr dafür haben ;-)

  7. Bonny meint:

    @Tanja: Klar, die Idee / Anregung steht ja zum "Mitnehmen" hier ;-)

    ...wäre schön, wenn dir solche kleinen Freude- / Glücksnotizen was bringen!

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