St. Martini ist ein sehr schönes, kräftiges Rosa mit mittelstarkem metallischem Finish und hübschem Glanz. Ich finde, dass der Farbton einen ganz leichten Einschlag in Richtung Koralle hat, wobei das Rosa aber deutlich dominiert.
Je nach Lichteinfall scheint er dominanter oder sanfter in der Farbintensität.

Der Auftrag gestaltete sich gemischt: China Glaze St. Martini ist angenehm dünnflüssig (finde ich persönlich super zu lackieren), neigt allerdings minimal zu Streifen. Diese Streifen sind jedoch wirklich kaum zu sehen und wahrscheinlich dem Metallic-Effekt geschuldet.
Nach zwei Schichten war der Lack zu 98% deckend. Nur unter ganz ungünstigem Lichteinfall konnte man die Nagelränder leicht erkennen. Ist okay.
Ein bisschen irritierend war die Trockenzeit: Der Nagellack schien mir schon nach kurzer Zeit Berührungstrocken, so dass ich nicht weiter darauf geachtet habe. Trotz normaler Nutzung der Hände passierte auch nichts.
Lackiert hatte ich Mittags und wie geschrieben: Alles schien schnell gut durchgetrocknet zu sein. Überlack wollte ich erst am nächsten Tag lackieren… An eben dem nächsten Tag staunte ich nicht schlecht, als ich an einigen Fingern leichte Bettdeckenmuster erblickte.

Von Mittags bis Nachts vergeht ja nun doch einige Zeit und wieso da noch Bettwäscheabdrücke produziert werden konnten, bleibt mir schleierhaft. Wieder die Frage: Konnte der China Glaze vielleicht wegen der Hitze nicht zu hundert Prozent durchtrocknen?
Ansonsten hielt der Nagellack ganz gut: Nach drei Tagen habe ich die erste Tipwear ein bisschen ausgebessert. Nach knapp einer Woche dann ablackiert.
Fazit: St. Martini gefällt mir von der Farbe her sehr gut. Auch die Streichfähigkeit spricht für sich und den Pinsel fand ich leicht zu handhaben.
Was die kleinen Zicken wie Bettwäscheabdruck und drei, vier Bläschen auf einem Fingernagel betrifft bin ich mir unsicher, ob dies nicht hauptsächlich der Hitzewelle geschuldet war oder doch am Nagellack gelegen hat. Ich tippe auf Wetter-Verschulden.



0 Trackbacks