Jun 18
Um es vorweg zu nehmen: Ja, es ist möglich, mit dem Essence French Manicure & Pedicure Pen eine French Maniküre hin zu bekommen. Und für alle, die French Nails mit Hilfe von Schablonen oder frei Hand gar nicht lackieren können, könnte dieser Maniküre Stift sogar eine akzeptable Alternative sein. Mich persönlich konnte er jedoch nicht überzeugen.

French Maniküre mit dem Essence French Manicure & Pedicure Pen in Rosa


So sollte der French Manicure & Pedicure Pen von Essence funktionieren:

Zunächst muss der French-Stift ordentlich geschüttelt werden. Durch Pumpen gelangt anschließend Nagellack in die filzstiftartige Spitze des Stiftes (gepumpt wird, indem man den Stift auf seine Spitze stellt und diese einige Male herunter drückt). Genau wie man es mit einem normalen Filzstift tun würde, soll dann die French-Spitze auf den Fingernagel gemalt werden können.

Wie in der Theorie beschrieben, wurde es von mir auch gemacht. Generell funktioniert alles, klar. Allerdings barg der Manicure Pen in Rose für mich den einen oder anderen Stolperstein beim Praxistest.

Minuspunkte gibt es von mir für Folgendes:

  • Das ewige Pumpen nervt. Oftmals musste ich häufig pumpen und schütteln, bis die Spitze ausreichend Farbe hat und man ohne zu Kratzen malen kann.

  • Ein gleichmäßiger Farbauftrag ohne Kratzer ist durch die harte Spitze und immer mal wieder auftauchende Bläschen gar nicht so einfach und erfordert einiges an Übung.

  • Eine saubere French Linie zu ziehen entpuppte sich wegen der harten Stiftspitze und der ungleichmäßigen Farbabgabe ebenfalls als Herausforderung.

  • Die Deckkraft lässt arg zu wünschen übrig. Wer wirklich deckende rosa French-Spitzen haben möchte, muss schon drei bis vier Mal über den Nagel malen.

  • Es ist schwierig, ein ordentliches Finish zu erhalten. Sauber lackiert sieht eine French Maniküre anders aus. Mit dem Essence French Manicure & Pedicure Pen hatte ich an verschiedenen Stellen leichte Kratzer, kleine Bläschen und zum Teil unregelmäßige Deckkraft.

Die Trockenzeit ist angenehm kurz, zumindest dieses Lob kann ich mir abringen. Zudem ist die Farbe (ein leicht schimmerndes Rosa) recht schön. Dies ist dann aber auch schon das höchste der Lob-Gefühle. Schade!

Fazit: Wie eingangs schon geschrieben: Wer den French Look gar nicht anders lackieren kann, für den bietet sich hier eine Alternative. Das French mit dem Essence French Manicure & Pedicure Pen bedarf jedoch einiger Übung, bis es wirklich gut ausschaut, ist also nichts für Ungeduldige oder Perfektionisten.

Persönlich komme ich besser mit Pinseln und normalem Nagellack zurecht.


PS: Zur Haltbarkeit kann ich euch nichts sagen. Nach der Rumprobierei war ich leicht genervt weil der ein oder andere Finger beim nahen Hinsehen zu unordentlich wirkte. Also kam alles nach ein paar Stunden wieder ab.



Geschrieben von Bonny

Tags für diesen Artikel: , ,

0 Trackbacks

  1. Keine Trackbacks

9 Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)
  1. Sasy meint:

    Na da schau an. Genau vor dem Stift stand ich vorhin bei IhrPlatz und hab mit mir selbs gerungen. Mich hat die starre Spitze im Endeffekt zu sehr abgeschreckt. Gut, dass ich ihn nicht mitgenommen habe. Mal ich halt weiterhin freihand (frei hand? frei Hand?). :-)

  2. Bonny meint:

    @Sasy: Gute Frage, manchen schreiben auch "Freihand" :-D

    Herzlichen Glückwunsch zum gesparten Geld (und den gesparten Nerven). Bin ja froh, dass der Stift keine zwei Euro gekostet hat.

  3. naileni meint:

    Ich hab den in weiß direkt gekauft, als das neue Sortiment raus kam. Er ist nur noch nicht rausgeflogen, weil ich das nicht direkt nach dem Geldausgeben machen kann. Dann merk ich erst recht, dass das sinnlos war.
    Ich hatte gehofft, sie hätten den bisherigen Pen für FrenchManicure verbessert. Der alte hatte ja so eine richtig dicke Eddingspitze.
    Leider bin ich auch total enttäuscht und habe mich nur geärgert. Mit den Nailartpens verhält es sich meiner Meinung nach ähnlich. Mehr als Kindergartenmalereien kann ich damit nicht veranstalten.
    Sasy kann sich glücklich schätzen :-D

  4. Bonny meint:

    @Naileni: Da hat uns der gleiche Gedankengang zum Kauf verleitet :-)

    Ich hatte damals sowohl den ersten French Pen von P2, als auch den von Essence. Beide waren so Eddingartig und sahen auf den Nägeln wie Tippex aus. Vor allem ist das French nach ein paar Minuten schon zu splittern angefangen. Ging gar nicht.

    Jetzt habe ich mir gedacht: Essence wird aus dem Fehler gelernt haben. Ich hoffte mit der neuen Aufmachung und der schmaleren Spitze hätte man halt auch die Qualität an sich verbessert. Pustekuchen. Der Lack im Stift ist nicht mehr so dick, aber anfangen kann man damit noch immer nicht viel.

    Die Lust auf den Nail Art Pen ist mir damit redlich vergangen, der wird wohl erstmal ein Weilchen in der Schublade liegen bleiben....

  5. Schokofee meint:

    Gut zu wissen. Dann werd eich mir den woh leher nicht kaufen. Aber ich hatte mal einen, der so eine Filzspitze hatte...kann mir nur nicht mehr an die Marke erinnern, aber meein es war essence oder p2. Der war auf jeden Fall ganz in Ordnung...

  6. Bonny meint:

    @Schokofee: Ich bin auch mit den Vorgängermodellen (gab es von P2 und Essence) nicht zurecht gekommen. Da klappte das Aufmalen zwar etwas besser, aber die French Maniküre ist sehr schnell abgesplittert und das French selbst sah verdächtig nach TippEx aus :-(

  7. Sarah meint:

    Zu den Nail-Art-Pens... Ich habe mir vor dem letzten Deutschlandspiel versucht, damit eine Flagge auf meine Nägel zu machen. Der schwarze Teil sollte mit dem Nail Art Pen "gemalt" werden (rot und gold waren normale Lacke), was sich als fast unmöglich herausstellte! Gerade und gleichmäßig deckende Linien waren erst nach etlichem pumpen und rumprobieren einigermaßen möglich... Die Farbe des Pens ist wasserlöslich, daher kann man Patzer schnell korrigieren, allerdings ist die Haltbarkeit trotz Überlack ein Witz! Schon am nächsten Tag wurde die schwarze Farbe quasi abgewaschen.... Meiner Meinung nach ist er sein Geld nicht wert, und ich bereue, nicht einen schwarzen Lack gekauft zu haben...

  8. Bonny meint:

    @Sarah: Das hört sich an, als wäre der Nail Art Pen nicht mal die Mühe wert, ihn näher zu testen :-(

    Ich hatte erwartet, dass er mit Klarlack drüber dann so lange hält wie ein normales Nageldesign auch... gut, wandert der Essence-Stift halt noch weiter nach hinten in der Nagellackschublade.

  9. Juliane-T meint:

    hallo,
    ich muss hier einfach mal was schreiben da ich nicht ganz verstehe, wie man den stift als schlecht ansehen kann. ich habe ihn in mehreren farben und benutze ihn fast nur noch und kann sagen, dass er mehr als sein geld wert ist. einfache anwendung, kurze trockenzeit und gut aussehen tut er auch.
    man brauch weder einen unterlack noch sonst etwas. einfach auftragen und fertig. natürlich brauch man auch bei ihm, wie bei vielen anderen sachen etwas übung, aber dass ist denke ich normal. ich kann auch nicht sagen das die harte spitze schlecht ist, ganz im gegenteil, man kann den lack damit sehr gut verteilen. man sollte allerdings auf einer unterlage den stift ganz runterdrücken damit etwas farbe rauskommt, darin kann man den stift etwas eintauchen und man hat etwas mehr farbe an der spitze. vielleicht nicht sinn der nache aber funktioniert bei mir sehr gut.
    man sollte die spitze vom nagel ca. 2mal übermahlen dann deckt es auch gut. zum absplittern kann ich auch nichts sagen. ich male immer 3-4mal einen top coat drüber und gut ist. rekord war bei mir 2 wochen, und das obwohl ich sehr viel mit den händen gearbeitet habe, denn ich arbeite im einzelhandel.

    @Sarah: abgewaschen? dann hattest du nicht genug überlack drüber. habe den schwarzen gerade drauf und das schon seit 3 tagen ;-)

    mein fazit:
    testen und probieren ;-)

Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

gerade online: 26
Besucher heute: 2.034
Besucher gestern: 2.661
Max. Besucher pro Tag: 3.327
Blog Top Liste - by TopBlogs.de