Mai 17
[Rezensionsexemplar] Endlich kommt wieder ein neuer Lesetipp in die Bücherecke. Zuletzt habe ich das Buch „Der 26. Stock“ von Enrique Cortés gelesen. Doch bevor ich zu meinem Leseeindruck komme, bekommt ihr erst mal ein paar Angeben zu Inhalt:

Isabel Alvarado arbeitet in Madrid als Personalverantwortliche für einen wichtigen Konzern und mag ihren Job. Bisherige Beförderungsangebote hat sie abgelehnt, um weiterhin die Bewerbungsgespräche des Konzerns zu führen. Wie sich später herausstellt, war es eine lebensrettende Idee, sich nicht befördern zu lassen, denn nach und nach verschwinden immer mehr Mitarbeiter aus den höheren Positionen.

Manche werden vermisst, über andere kursieren verdächtige Krankheitsgeschichten und (fast) alle haben im 26. Stock gearbeitet. Plötzlich werden die Sicherheitsmaßnahmen des Konzerngebäudes radikal verschärft. An allen Ecken tauchen Sicherheitsbeamte auf, das Gebäude ist nur noch über Drehkreuze zu betreten, Kameras werden installiert. Die Aufzüge fahren nur noch in festgelegte Stockwerke… ohne entsprechende Ausweiskarte ist es unmöglich, eines der oberen Stockwerke zu erreichen.


Irgendwann verschwindet Isabels Vorge-setzter, dann seine Sekretärin und schließlich auch eine Bekannte. Isabel beginnt zu recherchieren und wundert sich, wie viele Neulinge im Konzern rasend schnell in den 26. Stock hinauf befördert wurden. Der Personalbedarf des Konzerns nimmt immer weiter zu… allerdings ohne, dass jemand entlassen wird….

Natürlich kommen schließlich auch bei Isabelle Zweifel daran auf, dass hier alles mit rechten Dingen zugeht…


Meine Meinung zum Thriller „Der 26. Stock“ von Enrique Cortès: Interessant fand ich diesen Thriller von Anfang an, wenngleich ich auf den ersten paar Seiten gar nicht gemerkt habe, dass es sich hierbei um einen Thriller handelt. Bis zu irgendeiner dreistelligen Seitenzahl plätschert der Roman von Cortés vor sich hin. Man lernt Isabelle kennen, ihre Lebenssituation, ihre Leidenschaft für den Job… das ist interessant, aber erstmal nicht super spannend. Zudem muss man sich als Leser daran gewöhnen, dass der Roman ziemlich genau und detailreich ist (zum Teil wird fast jede Handlung der Romanfiguren erzählt, was manchmal unnötig wirkt).

Irgendwann wendet sich jedoch das Blatt und aus dem Geplätscher wird ein packender Thriller, den ich gar nicht mehr zur Seite legen wollte. Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse und man mag den eigenen Lesefluss gar nicht mehr unterbrechen.

Allerdings: Zwischendurch gibt es einige Szenen, die zwar nicht in sich unlogisch sind… die man aber dennoch schwer nachvollziehen kann. Manche Szenen sind sehr irreal und was man anfangs noch mit Halluzinationen der Protagonisten erklären könnte, sollen auf einmal reale Erlebnisse in der Thriller-Welt vom 26. Stock sein. Mich hat dies ein wenig gestört, doch insgesamt hat es der Spannung wenig genommen. :-)

Fazit Der Roman beginnt interessant, aber langsam. Bis sich der richtige Thriller-Spannungsbogen aufbaut dauert es ein Weilchen. Wer die Geduld (oder das Interesse auch an ruhigen Anfangs-Passagen) mitbringt, könnte diesen Thriller sehr mögen und ihn begeistert lesen.


Geschrieben von Bonny

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7 Kommentare

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  1. naileni meint:

    Das hört sich ein bisschen an wie der Krimi, den ich zuletzt gelesen habe:
    Lisa Jackson - Nie sollst du vergessen.
    Den Titel fand ich spannend und die Story auf dem Rücken auch. Einer Bankangestellten werden ihre beiden Kinder von ihrem Exmann entführt und der ist spurlos verschwunden. Ich hatte einfach packende und spannende Szenen erwartet. Vielleicht auch ein bisschen Stalking, da sie alleine in ihrem Haus wohnt. Allerdings entpuppte sich die Story als Liebesgeschichte zwischen der Hauptperson und ihrem beauftragten Anwalt. Zum Schluss überschlagen sich die letzten Ereignisse und kurz vor dem Ende des Buches habe ich mich gefragt, wie es in diesen wenigen Seiten klappen kann, die Kinder doch noch zu finden.
    Es war leichte Lektüre. Die mag ich, wenn ich vorher weiß, es wird leichte Lektüre sein. Ich wollte bei meinem Buch allerdings einen ultimativen Krimi-Schocker und den habe ich nicht bekommen. Schade...
    Ich glaube, ich bräuchte so etwas wie "Wrong Turn 1 und 2" als Buch.... (kam letztens im Fernsehen und hat mich total mitgerissen und mir seeeeehr sehr viel Angst gemacht :-)

  2. Bonny meint:

    @Naileni: Momentan lese ich deinen Buchtipp "Ewig sollst du schlafen" von Lisa Jackson. Dein Tipp war / ist super, denn das Buch gefällt mir ;-)

  3. naileni meint:

    Das "Ewig sollst du Schlafen"-Buch habe ich vor kurzem meiner Schwester zum Geburtstag geschenkt. Sie kennt es zwar schon, aber liest es trotzdem gern nochmal :-) Und wenn sie's fertig hat, dann muss ich es mir ausleihen :-)
    Schön, dass das Buch dir gefällt und es im Moment das Richtige für dich ist :-)

  4. Bonny meint:

    @Naileni: Du liest das Buch zwei Mal bzw. ihr lest es doppelt? Das ist mir bislang nur bei Unibüchern passiert und bei einem Jugendroman (den ich als Kind mal doppelt gelesen habe), ansonsten lese ich ein Buch ein mal und suche dann nach neuem Lesefutter.

  5. naileni meint:

    Jaaaaa, gute Bücher lese ich gerne doppelt. Das ist wie Filme nochmal gucken. Man entdeckt viel mehr Details, die man vorher irgendwie überlesen hat, weil man darüber nachdenkt, wie man den Mörder wohl noch findet etc... Es hat echt was. Man kann einiges darüber lernen, wenn man weiß wies ausgeht, was der Autor wohl gedacht hat und wie er den Leser ablenken möchte.
    Du merkst, "Doppeltlesen" hat für mich eine echte Faszination. Allerdings wirklich nur bei ECHT guten Büchern. Sonst macht's keinen Spaß :-)
    Manchmal, wenn ich nach Hause komme (wo ich aufgewachsen bin), gucke ich durch mein Bücherregal, das ich nicht verändert habe, und picke mir ab und an gute alte Bücher raus und lese sie einfach nochmal. Warum nicht gute alte Bücher ein zweites Mal lesen, als neue Reinfälle. Bei meinen perönlichen "Bestsellern" weiß ich woran ich bin ;-)

  6. ersatzheldin meint:

    Hey :-) Magst du mir vielleicht mal erklären wie du es geschafft hast, dieses kleine Bild von Amazon miteinzubinden? Ich wollte demnächst auch endlich mal ein bisschen über Bücher bloggen, daher wäre das ganz praktisch :-)

  7. Bonny meint:

    @Ersatzheldin: Ist ganz einfach: geht über das Amazon Partnerprogramm. Dort hast du im Menü "Links erstellen" die Auswahlmöglichkeit "Einzeltitellinks". Dort suchst du nach dem Buch, welches du anzeigen lassen möchtest, drehst noch ein bisschen an der Anzeigenerscheinung und das Partnerprogramm spuckt dir einen Code aus, den du zum Einbinden im Blog benutzen kannst.

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