Jun 19
Heute gibt es (aus Zeitmangel und weil mein System gestern einigen Abonnenten diesen Artikel sowieso als neu unterjubeln wollte) mal ein älteres Schätzchen zu lesen. Ursprünglich hatte ich diesen Artikel kurz nach dem Blogstart veröffentlicht.


Auf uns Frauen lauern in den Shoppingmeilen und Drogerieshops etliche Fallen: überall gibt es ständig neue Kleidungsstücke zu entdecken, neue Schuhe, neue Handtaschen, neue Beautyprodukte … Selbst beim normalen Wocheneinkauf muss die leidenschaftliche Sammlerin sich permanent zusammenreißen, immerhin präsentiert inzwischen fast jeder Supermarkt zwischen Spaghetti, Kartoffeln und Co regelmäßig die neusten Shampoos, Kosmetikprodukte und alles was frau sonst noch gerne in rauen Mengen sammelt und nach Hause bringt.

Grund genug, einmal darüber nachzudenken, wie wir Frauen es vermeiden können immer neue Dinge zu kaufen, zu sammeln, leidenschaftlich anzuhimmeln und Stunden später noch zu überlegen, ob wir das ein oder andere neue Teil nicht doch hätten mit nach Hause nehmen sollen.



Hier sind einige Ratschläge, die mir dazu in den Sinn gekommen sind:

1. Wir könnten uns entschließen, nur noch gemeinsam mit unserem Partner einkaufen zu gehen. Dieser wird natürlich strengstens angewiesen, uns mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln von Kauf unnötiger Dinge abzuhalten. Vorher definieren wir aber ganz genau, was nötig ist! Denn: Neues MakeUp müssen wir wirklich einkaufen, wenn unser altes schon fast aufgebraucht ist!!!

2. Alternativ könnten wir uns ein Limit setzten und zum Beispiel entscheiden, dass wir von nun an nur noch zwei nicht überlebensnotwendige Beautyprodukte pro Monat kaufen werden! Für jedes Produkt, welches nicht mehr in dieses Limit passt, dürfen wir uns entweder im kommenden Monat gar nichts kaufen oder wir zahlen einen Strafbetrag an den Partner / an die Kinder / laden die beste Freundin ins Kino ein etc…

3. Weitere Alternative: Keine Bankkarte mehr zum Einkaufen mitnehmen, sondern bloß noch Bargeld und dies auch nur in der Höhe, wie wir es für den geplanten (!) Einkauf auf jeden Fall brauchen werden.

4. Wenn totaler Überfluss in der Beautybox sowie im Badezimmer herrscht, wäre auch folgende Heilmethode denkbar: Absolutes Kaufverbot! Zumindest im Sinne von Zukäufen aus dem monatlichen Budget. Bei dieser Kaufheilmethode wäre es nur erlaubt, die alten Sachen rigoros auszusortieren und (wenn möglich) zu verkaufen – und nur aus diesem Erlös dürfte Neues angeschafft werden!

5. Ähnlicher Tipp, aber nicht ganz so hart ist die Methode „Eines geht – eines kommt“. Wichtig: Die Reihenfolge einhalten. Wir sortieren also erstmal gründlich aus (zum Beispiel den blauen Lippenstift, den knallroten Lipliner, all die Lidschatten, deren Farben uns eh nicht stehen) und verschenken diese dann (sofern sie noch zu gebrauchen sind, die alte Wimperntusche von vor zwei Jahren kommt natürlich in die Restmülltonne). Pro aussortiertes Produkt darf dann ein Neues beim Einkauf stolz nach Hause getragen werden.

Praktisch: Wenn wir mal streng schauen, was wir alles eigentlich total unsinniger Weise gekauft haben, um dann festzustellen, dass wir es gar nicht gebraucht hätten – ja, dann fällt uns auf, dass wir eigentlich nur sehr wenig brauchen: nämlich ein paar Basics und das ein oder andere Produkt für schickes AbendmakeUp – Also: Müssen wir wirklich für jedes entsorgte Teil eines nachkaufen??? Könnten wir nicht lieber anfangen, auf etwas ganz Tolles zu sparen???
Wer jetzt noch zögert, der möchte vielleicht mal versuchen, für eine Woche nur mit seiner Minimalausrüstung klar zu kommen. Ihr werdet merken: Das funktioniert! Wenn es uns gelingen würde, dies zu verinnerlichen (dass wir nämlich dem Grunde nach tatsächlich alles schon lange daheim haben, was wir auf jeden Fall brauchen), dann wären wir von unserer Shoppingleidenschaft befreit :-)




Geschrieben von Bonny

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9 Kommentare

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  1. Claudia meint:

    Gutes Posting! :-D Ich denk auch oft, dass ich doch bekloppt sein muss, mir ständig neue Kosmetik zu kaufen. Aber irgendwie fällt es mir schwer, mich da einzuschränken. Wenn was schön ist, MUSS es mit. Das ist aber nur bei Make Up so, bei Pflege hab ich das ganz gut im Griff. Ich hab jetzt 3 Shampoos zuhause und 2 Duschgels. Das ist also überschaubar. Aber ich merk z.B. im Urlaub, wie wenig Make Up ich brauche weil ich da nie Lust habe noch groß vor dem Spiegel zu stehen. Aber wahrscheinlich steckt einfach in jeden von uns noch der evolutionsbedingte Jäger und Sammler, nur dass wir nicht mehr auf der Jahr nach Fleisch sondern nach Nagellacken und Tüchern sind :-D

  2. Bonny meint:

    @Claudia: Huch, wie bist du denn hier gelandet? Ich dachte schon, die alten Artikel werden gar nicht mehr gelesen freu

    Evolutionsbedingte Sammlerin klingt gut. Das sag ich demnächst auf jeden Fall, falls mich mal wieder jemand fragt wofür Lidschatten oder Nagellack Nummer XY gekauft wurde :-)

  3. Justme meint:

    Alles gute Ansätze aber als echter Kosmetikfreak leider nicht realisierbar :-)
    Zumindest ich schaffe es nicht, den wenn eine LE erscheint die mich anspricht, dann MUSS ich auch alles kaufen was mir gefällt. Leider :o)

  4. Bonny meint:

    @Justme: Oh, hast du denn dann schon ein extra Zimmer für deine Kosmetik ;-)

    Bei mir klappt es mittlerweile immer öfter, eine LE einfach stehen zu lassen.

  5. himmlisch meint:

    hach. Würde das mal bei mir klappen! Beim Standardsortiment bin ich meist noch hartnäckig. Aber sobald die LEs da sind... da hat man ja doch Angst, dass man sich am Ende zu sehr ärgert ;D.

  6. Bonny meint:

    @Himmlisch: Kommt drauf an: Wenn man das ach so tolle LE-Produkt schon in ähnlicher Ausführung daheim hat, dann kann das verschmerzen. Ich ärgere mich eher, wenn ich ein Produkt übersehen habe, es dann auf Blogs entdecke, lieb gewinne, aber nirgendwo mehr kaufen kann.

  7. blonder Engel meint:

    hoffentlich helfen mir deine tipps. mir gehts immer genauso. ich gehe einkaufen und oft ist nur unnötiges zeug dabei! schon wieder stehe ich im DM der sich neben ALDI befindet und ich eigentlich NUR SCHNELL Marmelade und Obst einkaufen wollte! Schlimm.. Dann seh ich das.. und eine neue LE.. ein vielleicht besseres Shampoo könn ich auch noch entdecken.. man weiß ja nie =)
    Manchmal geht einem diese Kaufsucht echt auf den Wecker!!!

  8. Bonny meint:

    @Blonder Engel: Kommt mir sehr bekannt vor :-D

    Wenn man mal versucht sich vor einem Kauf zu fragen, ob man genau diesen Lipgloss oder den Nagellack haben muss, relativiert sich das manchmal von alleine.

    Man könnte sich auch angewöhnen, für jedes nicht gekaufte Kosmetikprodukt den Geldwert in eine Spardose zu werfen. Was sich da sammelt, könnte man für einen größeren Wunsch sparen - motiviert vielleicht auch ;-)

  9. Gast meint:

    "Wenn es uns gelingen würde, dies zu verinnerlichen (dass wir nämlich dem Grunde nach tatsächlich alles schon lange daheim haben, was wir auf jeden Fall brauchen), dann wären wir von unserer Shoppingleidenschaft befreit :-)"

    Das ist absolut nicht schwer. Man macht sich nur mal klar, das Geld in der heutigen Zeit ein schwer erkämpftes Gut ist welches in wenigen Jahren erheblich weniger werden könnte, sodass es grad zum Essen und für die nötigsten Grundlagen reicht. Dann verpulvert man es auch nicht o_O. Man braucht nur wenige Basics auf die man immer zurück greifen kann finde ich. Alles andere ist Luxus.

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