Der Titel des Romans klingt, als würde man vor Spannung gar nicht mehr einschlafen können – ganz so ‚schlimm’ ist es jedoch nicht. Nachdem ich das Buch nun durchgelesen habe, würde ich es eher in die Kategorie
‚Gemütlicher Krimi für Frauen’ einsortieren. Die Geschichte wird nämlich, nach einem eher turbulenten Einstieg, recht gemütlich erzählt. Manchmal rasen die Geschehnisse nur so am Leser vorbei und reißen mit, dann wieder passiert seitenweise recht wenig, außer dass man halt die Hauptpersonen in ihrem Alltag begleitet.
In
Charlaine Harris Roman
„Ein eiskaltes Grab“ geht es um die junge Harper Conelly und ihren ‚Bruder’ Tolliver – beide verdienen ihren Lebensunterhalt damit durchs Land zu reisen und Leichen zu finden. Seit einem Blitzschlag in der Jugend kann Harper nämlich Leichen spüren – sie findet sie nicht nur, sondern ist darüber hinaus auch in der Lage, ihre letzten Lebensminuten zu erspüren und so die Todesursache festzustellen.
Dieses Mal führt es das reisende Paar in die kleine Stadt North Carolina. Dort sind in den vergangenen Jahren mehrere Jungen verschwunden und die Polizei vor Ort weiß sich keinen Rat mehr – jede ihrer Spuren verläuft ins Nichts. Harper und Tolliver werden daher von einer wohlhabenden Dame des Ortes engagiert, um endlich die vermissten Jungen zu finden.
Wie bei ihren meisten Aufträgen schlägt dem Medium einiges an Misstrauen entgegen, dass auch nicht
abnimmt, als sie die Jungen (und noch einiges mehr) findet und dabei selbst in Gefahr gerät. Da Harper zum ersten Mal auf einen Serienkiller trifft, ist ihr der Fall unheimlich – sie will nach den Leichenfunden nichts wie weg aus der Kleinstadt, doch unvorhergesehene Ereignisse und nicht zuletzt Polizei und Sonderkommando halten sie immer wieder auf….
Fazit: Wer gruselige Hochspannung erwartet, der wird angesichts der eher langsamen Story enttäuscht werden. Wer allerdings einfach einige gemütliche Lesestunden mit ein paar spannenden Augenblicken, einer ungewöhnlichen Geschwister-beziehung und liebenswerten Hauptpersonen lesen möchte, ist mit Charlaine Harris Roman „Ein eiskaltes Grab“ gut bedient.
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