Es gibt Tage, in denen ist einfach der Wurm drin. Unser Wurmhöhepunkt war heute das grandiose Gefühl, sich wie eine Laborratte im Labyrinth zu fühlen…Nach einem Termin haben wir uns die Freiheit genommen, noch kurz durch die Innenstadt zu schlendern, die Mägen zu füllen und die Füße in den einen oder anderen Laden zu setzen. Letztendlich mussten wir dann aber wieder weiter und suchten das Parkhaus. Gut, war nicht einfach, aber machbar.
Der Kassenautomat verlangte ein paar Münzen, um unser Auto wieder freizugeben. Okay, kein Problem, haben wir gedacht. Pustekuchen. Eine Münze nach der andern fiel in den Schlund des Automaten, doch der Restbetrag verminderte sich gar nicht…. Kurz gewartet, noch ein paar Münzen nachgeworfen… nix passierte auf der Anzeige… der Automat wollte noch immer dieselbe Summe.
Also „Korrektur“ gedrückt, in der Hoffnung, die Münzen würden klirrend wieder herausgegeben. Doch da tat sich nichts. Der Automat grinste uns mit dem normalen Begrüßungstext ins Gesicht. Karte erneut in den Schlitz geschoben und geschaut. Vielleicht wurde unsere Zahlung ja doch akzeptiert? Vielleicht spinnte lediglich die Anzeige? Nix da, wäre ja zu einfach gewesen: Der Automat wollte noch mal dieselbe Summe von uns in den Schlund geworfen bekommen. Neee, lass mal!
Das erste Häuschen beherbergte leider nur eine Sparkassendame bzw. jemanden der für den abgesperrten Bereich des Mitarbeiter-parkplatzes zuständig war. Gut, da hatten wir nicht geparkt, dort konnte uns nicht geholfen werden.
Weiter ging es… ein Weilchen geradeaus, dann über einen Kreisverkehr, noch weiter geradeaus…. Leises stöhnen, stille Verzweiflung… Dann endlich erblickten wir ein weiteres Kassenhäuschen – besetzt von einer Dame mittleren Alters. Erfreut darüber, nun am vermeintlich helfendem Ziel zu sein, berichteten wir unser Problem und… bekamen keine Lösung präsentiert, sondern die Anweisung, zu dem Kassenhäuschen zu gehen, welches für unseren gefräßigen Parkautomaten zuständig ist. Blöd nur, dass wir dort
Schließlich standen wir erneut am Tiefgaragen-Kreisverkehr und überschritten diesen. Plötzlich hallte das Parkhaus von Anweisungen im dringlichen Tonfall. Drei bis vier Mal wiederholte sich eine Aufforderung, bis wir endlich die Ohren spitzten: „Gehen Sie rechts, gehen Sie rechts, gehen Sie rechts.“ Die Dame aus dem zweiten Kassenhäuschen hatte wohl unsren Irrweg über ihre Kameras verfolgt und wies uns nun den Weg.
Ich musste erst schmunzeln und dann loslachen. Fühlen sich so Laborratten? Verwirrt von etlichen Möglichkeiten rechts, links oder geradeaus zu laufen? Die Stimme, die so überraschend aus den (gar nicht erwarteten) Lautsprechern gekommen war, hörte nicht auf…. „Gehen Sie rechts! Gehen Sie rechts!“ Erst nachdem wir schon hundert Meter „rechts“ gegangen waren, wurde sie still und ich konnte es mir nicht verkneifen, dankbar in eine der Überwachungskameras zu winken
Schlussendlich sind wir natürlich (unversehrt) aus dem Parkhaus heraus gekommen. Aber die Situation war zwischendurch so absurd, dass ich noch im Auto lachen musste…
Naja, neben dieser und anderen verwurmten Situationen gab es zumindest zwei Lichtpunkte heute: Ich bekam obige Badeente geschenkt (Keine Sorge, ich mag damit nicht spielen, aber wenn wir in der Wohnung eines zu wenig haben, dann solch supersüßen Kitsch!) 


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