Jan
3
Was soll ich nur schreiben??? Am Ende dieses Buches wusste ich gar nicht mehr, warum ich mich eigentlich bis zum Ende durchgebissen hatte – nicht nur, weil mir das Ende zu unbefriedigend war, sondern weil es wirklich immer wieder mühsam zu lesen war, zu viel wiederholte sich und zu vieles (was eigentlich tragend für diesen Roman ist) wurde so undeutlich angerissen, dass der Leser einfach unbefriedigt bleiben musste.
Jetzt fällt es mir wieder ein: Ich habe das „Tagebuch einer Stiefmutter“ von Fay Weldon bis zum Ende gelesen, weil es Anfangs wirklich sehr interessant und spannend gewesen ist.
Die Leseprobe zum Buch überzeugte mich vor allem durch die Andersartigkeit der Geschichte sowie durch die lockere, flüssige und sehr lesenswerte Schreibe.
Jetzt fällt es mir wieder ein: Ich habe das „Tagebuch einer Stiefmutter“ von Fay Weldon bis zum Ende gelesen, weil es Anfangs wirklich sehr interessant und spannend gewesen ist.
Die Leseprobe zum Buch überzeugte mich vor allem durch die Andersartigkeit der Geschichte sowie durch die lockere, flüssige und sehr lesenswerte Schreibe.
Die Grundhandlung des Romans ist schnell zusammengefasst: Sappho ist die erwachsene Tocher von Emily. Gegen den guten Rat aller Verwandten und Freunde hat sie einen älteren Mann mit zwei Kindern geheiratet, in deren Haushalt sie vor Jahren einmal Au-Pair-Mädchen gewesen ist – bzw. solange war, bis die damalige Ehefrau und Mutter dem Krebs erlag, und sie selbst (Sappho) etwas mit dem Ehemann angefangen hatte – oder auch nicht, denn ob es nun ein Übergriff auf das junge Mädchen war oder eine Verführung, dass wird nie wirklich deutlich.
Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und Sappho ist schwanger – schwanger und leider auch am Ende ihrer Ehe, was allerdings erst am Ende heraus kommt. Bis ihre Mutter Emily diese Nachricht erhält, begleitet sie der Leser bei der Lektüre von Sapphos Tagebüchern und ihrem autobiographischen Roman.
Die Seiten Sapphos, auf denen sie immer wieder die Perspektive wechselt und mal aus der persönlichen und dann aus der dritten Perspektive berichtet, sind zum Großteil sehr interessant geschrieben und lesenswert. Nach jeder Passage von Sappho folgen jedoch Kommentare, Anmerkungen und Einblicke in die Gedanken ihrer Mutter Emily – und diese, Sorry, diese habe ich am Ende wirklich nur noch überblättert. Denn Emily ist Psychoanalytikerin nach Freud und analysiert ständig jede Kleinigkeit, deutet sie mit Vorliebe auf jede erdenkliche Art und Weise in sexuelle Richtungen, kann es nicht lassen von der Urszene zu reden und ging mir damit letztendlich mächtig auf den Keks.
Vor allen Dingen wird der Leser auch in die Entscheidungsschwierigkeit von Emily einbezogen: Sie kann sich nämlich absolut nicht darüber klar werden, ob sie ihren älteren, sexuell nur noch minder aktiven Verehrer heiraten will oder nicht… dauernd geht es nur um das eine, sowohl bei den Erwähnungen ihrer privaten Gedanken als auch in den Kommentaren zum Tagebuch ihrer Tochter und irgendwann war es mir zu öde, ihren Gedanken weiterhin meine Aufmerksamkeit zu schenken und ich habe lediglich noch Sapphos Passagen gelesen…
Das ich einiges für zu undeutlich ausgearbeitet halte, die Charaktere für zu oberflächlich und manche Handlungen schlichtweg für zu dumm – gut, das mag entweder mein Problem oder doch eine deutliche Schwäche dieses Romas sein. Schade, denn der Stoff an sich hätte vieles mehr hergegeben.
Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und Sappho ist schwanger – schwanger und leider auch am Ende ihrer Ehe, was allerdings erst am Ende heraus kommt. Bis ihre Mutter Emily diese Nachricht erhält, begleitet sie der Leser bei der Lektüre von Sapphos Tagebüchern und ihrem autobiographischen Roman.
Die Seiten Sapphos, auf denen sie immer wieder die Perspektive wechselt und mal aus der persönlichen und dann aus der dritten Perspektive berichtet, sind zum Großteil sehr interessant geschrieben und lesenswert. Nach jeder Passage von Sappho folgen jedoch Kommentare, Anmerkungen und Einblicke in die Gedanken ihrer Mutter Emily – und diese, Sorry, diese habe ich am Ende wirklich nur noch überblättert. Denn Emily ist Psychoanalytikerin nach Freud und analysiert ständig jede Kleinigkeit, deutet sie mit Vorliebe auf jede erdenkliche Art und Weise in sexuelle Richtungen, kann es nicht lassen von der Urszene zu reden und ging mir damit letztendlich mächtig auf den Keks.
Vor allen Dingen wird der Leser auch in die Entscheidungsschwierigkeit von Emily einbezogen: Sie kann sich nämlich absolut nicht darüber klar werden, ob sie ihren älteren, sexuell nur noch minder aktiven Verehrer heiraten will oder nicht… dauernd geht es nur um das eine, sowohl bei den Erwähnungen ihrer privaten Gedanken als auch in den Kommentaren zum Tagebuch ihrer Tochter und irgendwann war es mir zu öde, ihren Gedanken weiterhin meine Aufmerksamkeit zu schenken und ich habe lediglich noch Sapphos Passagen gelesen…
Das ich einiges für zu undeutlich ausgearbeitet halte, die Charaktere für zu oberflächlich und manche Handlungen schlichtweg für zu dumm – gut, das mag entweder mein Problem oder doch eine deutliche Schwäche dieses Romas sein. Schade, denn der Stoff an sich hätte vieles mehr hergegeben.



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