Dez 14
Nachdem ich "Für jede Lösung ein Problem" erstens verschlungen und zweitens dabei Tränen gelacht habe, musste ich mir nun unbedingt einen weiteren Roman der Bestseller-Autorin Kerstin Gier gönnen. In mein Einkaufskörbchen wanderte „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ – ein Roman, den ich ebenfalls innerhalb eines verregneten Wochenendes begeistert durchgelesen habe.

Einen kurzen Vorgeschmack auf das Buch gibt es im Buchtrailer:



In dem Trendroman geht es um Carolin. Diese ist mit sechsundzwanzig Jahren eben Witwe geworden und sprüht dementsprechend nicht gerade voller Lebensenergie. Dass sie hochintelligent und sehr gebildet ist, einen sagenhaft hohen IQ ihr eigen nennen darf und rechnen kann wie ein Taschenrechner, trägt auch nicht gerade dazu bei, dass ihr das Leben leichter fällt.

Neben „Karl-ist-tot“ dominiert der Satz „Idioten – alles Idioten um mich herum“ ihre Gedanken. Auch der Apotheker, der sie nach ihrem ersten hoffnungslosen Besäufnis vom Bordstein aufhebt, ist nur ein netter Idiot. Und die Therapeutin erst – meine Güte, so eine Idiotin! Trotzdem bleibt Carolin nichts anderes übrig als irgendwie weiter zu leben, ihr Dasein neu zu organisieren und irgendwie mit all den vermeintlich idiotischen Menschen in ihrer Umgebung auszukommen.

Dazu gehört auch, den Erbstreit durchzustehen – ihr verstorbener Mann hatte es zwar nicht für nötig gehalten, sie über sein beträchtliches Vermögen zu informieren, aber dies schützt ja nicht davor, nun ebendieses Erbe zu verteidigen. Geld kann die Langzeitstudentin mit etlichen Studienabschlüssen, aber ohne konkreten Job ja gut gebrauchen.

Dumm nur, dass die Kinder ihres Mannes sie noch nie leiden konnten. Die Töchter von vornherein nicht und der Sohn Leo – naja, der hatte sie immerhin sehr gemocht, zumindest solange, bis sie nicht mehr mit ihm, sondern mit seinem Vater das Bett geteilt und ihn sogar geheiratet hat. Dazu kommt der geldgierige Onkel, der nur darauf bedacht ist, sich ihm nicht zustehendes Geld für windige Filmgeschäfte unter den Nagel zu reißen….

Ihr merkt schon: Es ist viel los im neuen Roman von Kerstin Gier. Niemals wird es langweilig und die Protagonisten sind allesamt sehr glaubwürdig, lebensnah und vor allen Dingen auf ehrliche, direkte Weise lustig! Zwar habe ich mich nicht so häufig vor Lachen geschüttelt wie bei dem ersten Buch, doch den ein oder anderen Lachanfall konnte ich mir auch hier nicht verkneifen :-D

Wer lustige Frauenliteratur für düstere Abende sucht, ist mit „In Wahrheit wird viel mehr gelogen“ auf jeden Fall gut beraten.






Geschrieben von Bonny

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