Version Nummer 1: Ich möchte etwas haben und zwar etwas ganz Bestimmtes. Nicht etwas, das ich vorher gesehen habe, sondern ein Ding, von dem ich bereits eine ganz genaue Vorstellung habe, jedoch nicht weiß ob es das überhaupt gibt und falls doch, wo ich es kaufen kann.
Dieses Haben-Wollen-Gefühl kann ich fast nie befriedigen. Findet ihr was ihr sucht, wenn euer Weg in die Shoppingmeile von einer ganz genauen Vorstellung von dem Objekt der Begierde begleitet wird? Ich nicht, nie….
Ich versuche bereits, gar keine zu konkreten Vorstellungen mehr zu entwickeln. Wenn ich beispielsweise einen Winterpullover auf meiner Wunschliste habe, dann gehe ich nicht mehr los mit dem Ziel einen weißen, flauschigen, grobmaschigen Winterpulli mit Carmen-Ausschnitt und langen Ärmeln zu kaufen. Ich habe nur noch das Ziel, nach einem weißen Winterpulli zu schauen, der mir auf Anhieb gefällt. Manchmal geht diese Strategie dann auf.
Version Nummer 2: Ich möchte einfach irgendwas haben, beispielsweise um mir zu einer besonderen Gelegenheit selbst ein kleines Geschenk zu machen. So ging es mir nach dem Uniabschluss: Ich wollte mir selbst eine Kleinigkeit schenken, um mich für dieses gute Abschlusszeugnis irgendwie selbst zu belohnen… Ging nicht. Stundenlang (verteilt über mehrere Tage) habe ich in Shops gestöbert, ab und zu bin ich durch die Läden gezogen. Aber nichts war mir gut genug für das angesparte Geld.
Mein Abschluss ist nun einige Wochen her, und ich habe bis heute nichts finden können. Bis heute, nun erlebe ich gerade
Ja, super! Jetzt stehe ich da und wüsste was ich mir als Belohnung würde wünschen wollen, aber mein Verstand meint es sei zu teuer – in diesem konkreten Fall meint er, über 30 Euro für eine Bürste auszugeben sei zu viel. Ich habe nämlich einen Blick auf die Ionen Bürste von Braun geworfen – konkret heißt die Zauberbürste „Braun SB 1 Satin Hair Brush“ und ich weiß jetzt schon, dass ich heute Nacht davon träumen werde.
Diese dritte Version des Haben-Wollen-Drangs geht bei mir immer unterschiedlich aus. Wenn ich ein paar Tage oder sogar zwei Wochen lang standhaft bleiben kann, dann kommt es vor, dass der Wunsch in den Hintergrund tritt und ich ihn vielleicht sogar erfolgreich verdränge. Manchmal fahre ich am nächsten oder übernächsten Tag aber auch in die Stadt und shoppe dann wider guten Gewissens mein Wunschobjekt
Kennt ihr diese Shopping-Gewissensbisse bzw. dieses Haben-Wollen-Gefühl genauso gut? Was macht ihr? Kaufen, Aufschieben, auf die Wunschliste setzen …?
Nachtrag: Eben habe ich bei FrauBrit gelesen, dass es noch ein weiteres emotionales Shoppingproblem gibt, nämlich dann, wenn frau unbedingt etwas kaufen möchte, dass entweder gar nicht mehr zu haben oder nur noch schwer zu besorgen ist. Das ist immer dann der Fall, wenn frau zu spät merkt, dass sie doch etwas aus einer Limited Edition besitzen möchte, die sie vorher vielleicht gar nicht interessiert hat oder wenn ein Lieblingsprodukt ohne Vorwarnung aus dem Sortiment genommen wurde.
FrauBrit sucht aktuell nach dem Pigment “Old Gold” von MAC – falls jemand von euch weiterhelfen kann, dann springt doch einfach mal kurz rüber



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