Das kommt davon, wenn frau sich während einer Shoppingtour in einen Lush-Laden schleifen lässt: Man sieht da so viele schöne Dinge und denkt nur noch „Haben wollen, alles haben wollen“. So ging es mir zumindest, als ich das eben eröffnete Lush-Geschäft im Einkaufszentrum am Limbecker Platz besuchte. Dort sah ich zum ersten Mal Massagebars und war ganz fasziniert davon.Was ist ein Massagebar?
Auf der Suche nach anderen Worten dafür fällt mir nur feste Körperbutter oder Pflegebutter ein. Im Prinzip handelt es sich also um ein festes Stückchen Pflegeöl bzw. Pflegebutter.
Wie wird er angewendet?
Wir haben meinen selbst gemachten Massagebar gestern wie folgt verwendet: Das Stück wurde sanft auf der Haut gerieben und hat dort einen „Fettfilm“ bzw. einen Film hautpflegender Körperbutter hinterlassen. Diesen Film haben wir sanft einmassiert, dabei den Duft genossen und tief entspannt
Im Vergleich zu Massageöl finde ich, dass Massagebars deutlich besser zu handhaben sind. Der Film auf der Haut ist nicht ganz so schmierig wie bei Körperölen und lässt sich wunderbar einmassieren. Die Hände gleiten fast wie von allein über die zu massierende Partie, ohne dabei groß wegzurutschen (was bei Massageöl schon mal passieren kann).
Wie kann man Massagebars selbst herstellen?
Das habe ich mich ebenfalls gefragt und bin bei meiner Suche auf ein wunderbares Forum gestoßen, in dem viele Selbstrühr-Fans ihre Rezepte austauschen. Für mein erstes Massagestückchen habe ich das Rezept „Wiccy Magic Muscles“ von Liliane aus diesem Thread leicht abgewandelt:
Massagebar-Rezept:
30 g Sheabutter
30g Kakaobutter
10 ml Körperöl (ich nahm Mandelblütenöl von Kneipp)
5 g Bienenwachs
1 Röhrchen Backaroma (alternativ könnt ihr auch Parfüm- bzw. Duftöle nehmen, da hättet ihr dann eine viel größere Auswahl als bei Backaromen. Falls ihr ätherische Öle verwenden
möchtet, dosiert diese bitte nur sehr sparsam!)
Zunächst habe ich die Shea- und Kakaobutter im Wasserbad schmelzen lassen. Da das Bienenwachs im Wasserbad nicht flüssig werden wollte, habe ich dieses ganz kurz in die Mikrowelle gegeben und dann zur restlichen Flüssigkeit geschüttet.
Dann kamen Pflegeöl und ein Röhrchen Orangen-Backaroma dazu. Das Ganze wurde anschließend in Seifenformen eingegossen und in den Kühlschrank verfrachtet. Nach etwa vier Stunden habe ich nachgesehen und fand, dass die Masse nun fest genug sei, um sie aus der Form zu holen. Leider sind dabei die filigranen Muster der Seifenform nicht mit aus der Form gekommen – mein erster Massagebar sah also nicht ganz so toll aus wie ich es mir gewünscht hätte (muss unbedingt nach einer Form ohne großes Geschnörkel schauen. Auf dem Foto seht ihr den zweiten Versuch).
Ich habe nicht lange gewartet, bis das Stückchen Zimmertemperatur erreicht hatte… Schatzi fragte nämlich recht rasch, was das denn überhaupt sei, was ich da in der Küche zusammengebraut hatte und ich antwortete nur er solle doch bitte mal den Rücken frei machen, damit ich es demonstrieren kann
PS: Später durfte ich mich ebenfalls auf den Bauch legen und massieren lassen. Es fühlt sich schön an, wenn der Massagebar über den Rücken geschoben wird und das Pflegegefühl nach der Massage ist einfach nur angenehm!



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