Sep
12
Eigentlich möchte Annabelle einfach nur heiraten und denkt dabei an ein kleines, gemütliches Familienfest. Ihre Mutter dagegen möchte die Hochzeit ihrer Tochter, die ja immerhin Tochter des Gemeindepfarrers ist, gebührend feiern und schaltet auch gleich Zeitungsanzeigen. Und Annabelles pubertierende Schwester – naja, diese möchte weder Trauzeugin sein, noch sich in ein „hässliches“ Kleid stecken lassen. Eigentlich ist das bereits Grund genug, um die Vorfreude auf das Hochzeitsfest gründlich zu trüben und die Vorbereitungen in Stress ausarten zu lassen, doch es kommt noch mehr.
Eines Abends steht plötzlich Monica vor dem Pfarrhaus und behauptet, die uneheliche Tochter des Pfarrers und Annabelles Halbschwester zu sein. Nach eigenen Aussagen ist sie ein bekanntes australisches Modell und schaut auch ganz danach aus.
Der Pfarrer leugnet nichts … und Annabelles Eltern versuchen den Anstand zu wahren und nehmen Monica in ihrem Haushalt auf. Wirklich willkommen ist sie jedoch nicht, kaum jemand aus der Familie kümmert sich wirklich um Monica und bei den Nachbarn sowie Gemeindemitgliedern sorgt die sehr hübsche unbekannte Frau im Pfarrhaus schnell für allerlei Getuschel.
So kommt es, dass ausgerechnet Annabelles Verlobter der Einzige ist, welcher sich einwenig um sie kümmert, ihr die Stadt zeigt, sie bei ihrem Wunsch unterstützt, journalistisch tätig zu werden und die Leidenschaft für den Sport mit ihr teilt. Dabei entdeckt der Verlobte, dass er und die Halbschwester der Zukünftigen doch sehr viel gemeinsam haben…
„Die Braut, die sich was traut“ von Zoe Barnes ist eher ein gemütliches Frauenbuch. Es gibt keine wirklichen Höhen und Tiefen (zumindest keine, welche die Leserin emotional miterlebt), vielmehr plätschert die Geschichte relativ ruhig und sachte vor sich hin.
Empfehlenswert ist der Roman von Zoe Barnes für alle, die nach eher seichter Unterhaltung suchen.



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