Jul 22
Statt eines Romans stelle ich euch heute einmal ein Sachbuch vor. Neu in meinem Bücherregal ist nämlich das Buch „Kleines Lexikon der Küchenirrtümer“ von Ludger Fischer aus dem Eichborn-Verlag. Wer nun denkt, Lexika seien langweilig und trocken und überhaupt nicht gut zu lesen, der hat in diesem Fall weit gefehlt, denn die Zusammenstellung der Küchenirrtümer ist teilweise wirklich spannend und amüsant.

Als Lebensmittelexperte und Hobbykoch sind Herrn Fischer in seinem Alltag etliche Küchenweisheiten über den Weg gelaufen, mit denen er nun in seinem Buch aufräumt. Denn: Nicht alles, was seit Ewigkeiten als „guter Tipp“ oder „echtes Wissen“ durch die Küchen geistert ist auch immer gut, richtig und sinnvoll.

Herr Fischer räumt beispielsweise mit dem Vorurteil auf, dass Cola in der Lage sei, über Nacht ein Stück Fleisch zu zersetzen. Er erklärt auch, warum es gar nicht gut, sondern eher für die Haltbarkeit ziemlich nachteilig ist, wenn hart gekochte Eier abgeschreckt werden. Darüber hinaus räumt er mit dem Vorurteil auf, dass Fischstäbchen lediglich aus Fischmüll bestünden und erklärt wie denn eigentlich eine Mikrowelle funktioniert und warum Bratkartoffeln gar kein Fett aufsaugen können.

Die Artikel zu den vielfältigen Küchenirrtümern sind unterschiedlich lang – manches wird kurz erwähnt und richtig gestellt, anderes wird sehr ausführlich erklärt. Illustriert ist das Buch mit einigen Bildern von Küchengeräten aus längst vergessenen Zeiten, so kann man zum Beispiel einen Kartoffelkocher, Kaffeebrenner oder verschiedene Drucktöpfe bewundern.

Mich hat das Buch eingeladen, ausgiebig darin zu blättern und zu lesen – wobei ich immer wieder auf neue interessante Artikel gestoßen bin ;-)


Geschrieben von Bonny

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1 Kommentare

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  1. Hubertus meint:

    Der Politikwissenschaftler Fischer hat eher nicht das Thema Salz recherchiert. Ist ja auch etwas mühsam. Kaum einen Unterschied zwischen Meersalz und Kochsalz festzustellen ist schon ganz schön bescheiden. Hat doch das Meersalz bis zu 84 Mineralien. Fischer kennt nur 3. Auch wenn der Mineralienanteil nur bei 3-4% liegt ist er gesundheitlich und geschmacklich von großer Bedeutung. Auch die zum Teil giftigen Additive beim Kochsalz wie Rieselhilfen, Fluor und Jod bleiben unerwähnt. Alle Weine haben als Hauptanteil Wasser. Standort, Lage und Klima machen den Unterschied. Nach Fischers Logik wäre das aber zu vernachlässigen.
    Schade, dass das Buch Küchenirrtümer so einen gravierenden Irrtum verbreitet.

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