Jul 15
Nachdem ich lange schon nichts mehr davon gehört hatte, bin ich heute eher zufällig auf eine BookCrossing-Website gestoßen. Interessant fand ich den Ansatz, Bücher einfach so in der freien Wildbahn auszusetzen schon, als ich zum ersten Mal davon gehört hatte. Nur: wie das Leben nun mal ist, man hat dies zu tun und jenes zu organisieren und irgendwann wird vergessen, dass man sich doch eigentlich noch mal mit dem Thema auseinander setzen wollte…

"Was ist denn BookCrossing?" Die Frage stellt sich vielleicht der ein oder andere jetzt. BookCrossing funktioniert im Prinzip ganz einfach. Man registriert sich (zum Beispiel auf der Seite Bookcrossing.com, das ist die Seite, über die ich gestolpert bin). Dann sucht man aus seinem Bücherregal die Bücher aus, die man gerne abgeben möchte. Diese Bücher werden auf der BookCrossing-Seite registriert und erhalten dadurch eine Nummer. Diese Registrierungsnummer wird zusammen mit einem Hinweis, dass es sich bei dem Buch um ein Crossing-Buch handelt, in das abzugebende Buch gelegt (oder besser: geklebt, damit die Info auch bloß nicht verloren geht. Wie so eine Info aussehen könnte, seht ihr im Bild).

Nun kann man das präparierte Buch an einem Ort seiner Wahl „aussetzen“, d.h. es zum Beispiel an der Uni, in einem Cafe oder sonst wo liegen lassen. Die Hoffnung ist nun, dass der-jenige, der das Buch findet, seinen Fund auf der BookCrossing-Seite registriert, sich also sozusagen als Finder zu erkennen gibt. Idealer Weise wird das Buch nach dem Lesen auch von dem Finder wieder ausgesetzt. Wenn alles klappt, lässt sich auf der Website der Weg des Buches verfolgen.

Im Großen und Ganzen finde ich diese Idee recht nett. Allerdings befürchte ich, dass viele BookCrossing-Finder ihre Fundstücke nicht registrieren… immerhin muss der Finder schon besonders internetaffin sein und darüber hinaus zumindest über rudimentäre Englischkenntnisse verfügen. Die Hauptseite ist nämlich weitestgehend auf Englisch – d.h. genau genommen ist sie komplett in einfachem Englisch verfasst. Aber keine Sorge, hat man die Registrierung hinter sich gebracht, kann man sich im deutschen Unterform ganz gut austauschen.

Zusätzlich hat das BookCrossing-Projekt auch eine deutschsprachige Support-Seite : Die Seite bietet eine kurze Übersicht, beantwortet häufig gestellten Fragen und liefert die ein oder andere Statistik. Bücher werden aber weiterhin über die englischsprachige Hauptseite registriert und nur dort ist meines Wissens auch das Forum zu finden.

Mal schauen, vielleicht werde ich ja demnächst das ein oder andere Buch in die freie Wildbahn setzen. Bloß muss ich erstmal schauen, was ich denn überhaupt gehen lassen möchte, denn an den meisten Büchern (vor allem an denen, die ich gerne gelesen habe) hänge ich doch mehr oder weniger doll…

Ach so: Natürlich findet ihr auf der BookCrossing-Seite auch Informationen darüber, wo Bücher ausgesetzt worden sind und könnt dementsprechend auf die Jagd gehen.

Wie ist es mit euch:
Habt ihr schon mal von BookCrossing gehört, vielleicht sogar schon mitgemacht oder so ein Buch zufällig gefunden? Was haltet ihr von dieser Idee des „Bücher-Verschenkens“? Wärt ihr bereit, eure Bücher einfach so auszusetzen oder sammelt ihr lieber im Bücherregal? Oder verkauft ihr doch lieber die Bücher, um den Erlös in neuen Lesestoff zu investieren?


Was schreiben andere Blogs zum Thema „BookCrossing“?



Geschrieben von Bonny

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7 Kommentare

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  1. Crazy Girl meint:

    Ich höre heute das erste Mal davon. Erinnert mich irgendwie an das mit den Fahrrädern, was es in manchen Großstädten gibt.
    Interessant ist es auf jeden Fall, aber ich glaube das Buch wird kaum mehr auftauchen ;-) Aber warum nicht mal die Bücher, die man vielleicht eh entsorgen wollte mit einem solchen Zettel bespicken und dann mal sehen, was passiert...

  2. Duergy meint:

    Das errinert mich ein bischen an Geocaching, dort gibbet ja sogenannte TravelCaches, aber die Idee an sich finde ich cool, vllt. setzt es sich ja ein bischen in einer eigenen Szene durch. Ich fänds cool.

    grüße
    Duergy

  3. Bonny meint:

    @Crazy Girl: Es scheint echt eher selten zu sein, dass ausgesetzte Bücher auf der Website lange verfolgt werden können.
    Allerdings: Besser als entsorgen finde ich das allemal. So freut sich dann vielleicht noch jemand über die Literatur.

    @Duergy: Geocaching höre ich jetzt zum ersten Mal... muss mich erstmal schlau machen, was das überhaupt ist. Oder kannst du uns schlau machen ? ;-)

  4. Duergy meint:

    Also Geocaching beschreibt man am besten mit "Schnitzeljagd für Erwachsene" Das ganz funktioniert ganz einfach. Bei einem "normalen Cache" wird ein Zettel in einer Tupperdose o.Ä. z.b. im Wald versteckt. Durch ein Rätsel welches man meisten vor Ort lösen muss bekommt an die GPS Koordinaten wo diese Tupperdose Versteckt ist. Das Rätsel hat dann meistens mit Geschichtlichen aspekten um die Gegend zutun. Findet man diese Tupperdose ( Cache ) trägt man sich auf den Zettel ein und versteckt es wieder dort an dem selben Platz damit es andere auch Finden können. Es gibt eine große Seite (Geocaching.com) wo man sehen kann welche Caches sich in deiner Gegend befinden. Dort trägt man auch ein, wenn man einen Cache gefunden hat.

    Ich hoffe das war soweit verständlich, wenn nicht nocheinmal nachhfragen g

    grüße
    Duergy

  5. Bonny meint:

    @Duergy: Danke für die Aufklärung. Mir kommt da dunkel die Erinnerung an einen Fernsehbeitrag.

    Hört sich an, als ginge das nur mit technischer Unterstützung (wg. der GPS-Daten). Was ist denn da das Ziel? Irgendein Gewinn oder einfach nur die Jagd und möglichst der Erste zu sein, der ans Ziel kommt?

  6. Duergy meint:

    Naja das Ziel ist, mögichst viele von diesen Caches zu finden und natürlich der Spaß daran ist das man manchmal an Gegenden in seiner Umgebung ist wo man vorher noch nie war oder das man sachen über die gegend erfährt die man vorher nicht wusste.
    Naja es geht teilweise ohne GPS System, aber mit ist besser

  7. Bonny meint:

    Also einfach jagen, um des Jagens Willen? Klingt auch nicht schlecht, wenn man entsprechend viel Freizeit und gutes Wetter hat :-)

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